| Der Bergsturz von Randa 1991 |
|
|
|
|
|
|
| Bild und Chronik stammen aus dem Buch, das von der «Naturforschenden Gesellschaft Oberwallis» als Gedenkschrift herausgegeben wurde |
|
|
|
|
|
 |
|
| Donnerstag, 18 April 1991 |
Um 6.45 Uhr bricht der erste Felssturz los. 25 Schafe und sieben Pferde werden verschüttet.Die Sicherheit der Bevölkerung ist gewährleistet. Die Bahn und die Strasse Herbriggen - Randa sind geschlossen. Es muss mit weiteren Abbrüchen gerechnet werden. |
|
|
|
|
|
| Freitag, 19. April 1991: |
Die Strasse ist im Einbahnverkehr wieder befahrbar. Die Visp-Zermatt-Bahn stellt ihre Verbindung zwischen Herbriggen und Täsch mit einem Busbetrieb sicher. |
|
|
|
|
|
| Samstag, 20.April 1991 |
In der Nacht erfolgen 5 -6 Felsabstürze ohne weiteren Schaden anzurichten. 800 Meter der Vispa sind zugeschüttet. Das Wasser sucht sich einen Weg über die benachbarten Wiesen. |
|
|
|
| Montag, 22.April 1991 |
Am Bahntrassee wird weitergearbeitet. Immer wieder erfolgen neue Felsabbrüche. Der Sicherheit der Arbeiter muss grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden. |
|
|
|
|
|
| Donnerstag,25.April 1991 |
Besuch von Bundesrat Ogi |
|
|
|
| Montag, 29.April 1991 |
Der Berg bewegt sich um 1 cm pro Tag gegen das Tal. |
|
|
|
| Montag, 6. Mai 1991 |
Die Situation verschärft sich. Der Berg bewegt sich 6 cm pro Tag. |
|
|
|
| Donnerstag, 9.Mai 1991 |
Zweiter Felssturz. In der Nacht auf Freitag donnern wieder 8 Mio m3 Fels zu Tal. Die Strasse wird auf einer Länge von 250 m verschüttet. 24 Gebäude geraten unter die Felsmassen.14 ha landwirtschaftlich genutztes Land geht verloren. |
|
|
|
|
|
| Freitag, 10.Mai 1991 |
Randa gleicht einem Geisterdorf. Häuser, Strassen, Wiesen und Wälder sind mit einer 4 cm dicken Staubschicht überdeckt. Der Wasserspiegel der Vispa ist in vier Stunden um 20 cm gestiegen. |
|
|
|
| Sonntag, 12.Mai 1991 |
Schlechtes Wetter. Militär und Arbeiter stehen im Einsatz.Wasser der Vispa muss abgepumpt werden. |
|
|
|
|
|
| Mittwoch, 15. Mai 1991 |
Die Vispa steigt pro Stunde um 4 -5 cm. Bis zur Überschwemmung der ARA fehlen nur noch 50 cm. |
|
|
|
|
|
| Pfingsten, 19. Mai 1991 |
Die Pumpen der Armee haben momentan eine Leistung von 150 m pro Sekunde. Der Seespiegel konnte um 70 cm gesenkt werden. |
|
|
|
| Sonntag, 26. Mai 1991 |
Von jetzt an wird mit 21 Elektropumpen und 6 Motorpumpen 6 m3 Wasser pro Stunde gepumpt. Es wurde eine 500 m lange Pontonbrücke von Pontonierrekruten in 6708 Mannstunden erbaut. |
|
|
|
|
|
| Montag, 17. Juni 1991 |
Anhaltende Regenfälle führen zur Überflutung des unteren Dorfteils. 30 Wohn- und Nutzbauten stehen unter Wasser, darunter auch die Transformerstation. Das führt zu Stromausfall und damit auch zum Ausfall sämtlicher Pumpen. |
|
|
|
|
|
| Dienstag, 9. Juli 1991 |
Der Vispakanal ist durchbrochen. Jetzt fliesst das Wasser ab. Um ein allfälliges Hochwasser zu verkraften, muss der Kanal noch 6 - 8 m abgetieft werden. |
|
|
|
|
|
| Montag, 31. Juli 1991 |
Der Bahnbetrieb läuft wieder auf dem neuangelegten Trassee. |
|
|
|
| Freitag, 9. August 19991 |
Randa wieder überschwemmt. Der Dorfbach trat über die Ufer. 20 Häuser wurden überschwemmt und 8 Menschen mussten evakuiert werden. |
|
|
|
| Montag, 2.Dezember 1991 |
Beginn der Arbeiten für einen Umleitungsstollen. |
|
|
|
| Mittwoch, 7.Oktober 1992 |
Durchstich des Umleitungsstollens. Damit dürfte eine neuerliche Überschwemmung des Talbodens für immer gebannt sein. |
|
|
|
|
|
|
|
| zurück |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|